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Dentalpraxis am Rathaus, Hamburg

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Dentalpraxis am Rathaus, Hamburg

Sprechzeiten

Mo - Do08:00 – 13:00 Uhr | 14:00 - 18:00 Uhr
Fr08:00 – 13:00 Uhr

Liebe Patientin,

Lieber Patient,

die Diagnose einer Parodontitis-Erkrankung ist für viele Menschen zunächst einmal mit einem Schrecken verbunden, da die Parodontitis eine chronische Entzündung im Körper darstellt. Gleichzeitig handelt es sich bei der Parodontitis um eine der am häufigsten vorkommenden, chronischen Erkrankungen in Deutschland von der rund 50% aller Erwachsenen betroffen sind.

Ursache für die Entstehung einer Parodontitis sind Bakterien, die sich in einem komplexen Biofilm (Zahnbelag) auf den Zahnoberflächen ansiedeln.

Sie sind also nicht allein!

Eine Parodontitis ist in der Regel zunächst vollkommen schmerzfrei, bleibt dadurch unentdeckt und ist dadurch auch so tückisch. Zwar schreitet der Erkrankungsprozess in vielen Fällen nur langsam fort, allerdings führt eine unbehandelte Parodontitis mittel- bis langfristig in der Regel zum Rückgang des Zahnhalteapparates (Kieferknochen) und zum Verlust von Zähnen. Zudem gehen die negativen gesundheitlichen Auswirkungen einer Parodontitis über den Mund-/ Kieferraum hinaus und fördern weitere Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes Typ II oder auch Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems.

Frühzeitig erkannt, ist eine Parodontitis wirksam behandelbar !

Eine wirksame Behandlung von Parodontitis erfolgt durch eine regelmäßige Behandlung durch Ihren Zahnarzt, setzt aber auch Ihre Unterstützung durch eine gute tägliche Mundhygiene zu Hause voraus.

Im Rahmen unserer Parodontitis-Behandlung empfehlen wir folgendes Vorgehen:

  1. Im Rahmen einer ersten Initialbehandlung findet eine gründliche Professionelle Zahnreinigung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in unserer Praxis statt. Hierdurch wird der oberflächliche Entzündungsgrad häufig bereits so wirksam reduziert, dass wir uns in einer „großen Parodontitis-Behandlung“ – in der Regel 1- 2 Wochen später – auf die gründliche Reinigung der Zahnoberflächen in Bereichen vertiefter Zahnfleischtaschen (unter lokaler Betäubung) konzentrieren können. In dieser 2-Phasen-Therapie kann oftmals das gewünschte Behandlungsergebnis bereits erreicht werden.
  2.   Um das erreichte Ergebnis beizubehalten und eine langfristige Stabilisierung der Parodontitis zu erzielen, informiert Sie unser speziell geschultes Prophylaxe-Team über individuelle, sinnvolle und notwendige Maßnahmen für  Ihre tägliche Mundhygiene. Dabei kommt der Pflege der Zahnzwischenräume mit Zahnzwischenraum-Bürstchen eine besondere Bedeutung zu. Wie und an welchen Stellen, Sie welche Bürstchen verwenden können, wird Ihnen individuell erklärt und schriftlich festgehalten. So können Sie die Empfehlungen ganz leicht zu Hause umsetzen.
  3.   Sie erhalten von uns eine besonders weiche Zahnbürste, mit der Sie besonders schonend Ihr Zahnfleisch reinigen können, nachdem Sie mit Ihrer „normalen“ Zahnbürste die Zähne gereinigt haben.
  4.   Durch unsere individuelle Parodontitis-Behandlung soll die Entzündung des Gewebes um die Zahnwurzel herum, gestoppt und dadurch ein fortschreitender Abbau des Zahnhalteapparates (Parodontiums) aufgehalten werden. Bei der Entfernung des für die Entstehung der Parodontitis verantwortlichen Biofilms, entsteht zunächst ein kleiner Spalt zwischen dem Zahnfleisch und der gereinigten Wurzeloberfläche. Für eine gute Wundheilung, empfehlen wir für die ersten 7 Tage im Anschluss an die „große Parodontitis-Behandlung“ auf Körner, bzw. körnige Nahrung zu verzichten, da diese sich in die entstandenen Spalten hineinsetzen und die Wundheilung beeinträchtigen können.
  5.   Ergänzend dazu empfehlen wir ebenfalls die regelmäßige Desinfektion des Mundraumes mit einer 0,2% Chlorhexamed-Spülung, die Sie in der Apotheke erhalten.
  6.   Im Anschluss an die Behandlung wechseln Sie bitte auch Ihre Zahnbürste. Nutzen Sie gern Handzahnbürsten, empfehlen wir Ihnen eine weiche Spezialzahnbürste von LINHART NYC, die aufgrund ihrer Beschichtung mit Nano-Silber-Partikeln eine antibakterielle Wirkung hat. Benutzen Sie eine elektrische/ Schallzahnbürste, wechseln Sie einfach den Aufsatz. Dies gilt übrigens auch für Ihren Lebenspartner/ in, da Parodontitis auch ansteckend/ übertragbar ist.
  7.   Für einen langfristigen Erfolg ist eine regelmäßige Nachbehandlung in Form einer „unterstützenden Parodontitistherapie (UPT)“ sehr wichtig! Diese UPT wird bei Einhaltung festgelegter Intervalle für einen Zeitraum von 2 Jahren von den Krankenkassen bezuschusst. So können ggfs. auftretende Problemstellen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
  8.   Je nach Erkrankungsrisiko/ Schweregrad übernehmen auch gesetzliche Krankenkassen bis zu 4 Behandlungen pro Jahr, um ein Wiederauftreten einer akuten Parodontalerkrankung zu vermeiden. Ganz wichtig dabei: Diese Termine müssen unbedingt eingehalten werde, da ansonsten der Behandlungserfolg gefährdet wird und auch die Krankenkassen die Kosten nicht mehr übernehmen.

Schweregrad und Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen

Grad A => 2 UPT-Sitzungen im Abstand von 10 Monaten

Grad B => 4 UPT-Sitzungen im Abstand von   5 Monaten

Grad C => 6 UPT-Sitzungen im Abstand von   3 Monaten

Um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen, hat es sich gezeigt das zusätzliche Behandlungen sinnvoll sind. Wir erstellen Ihnen daher einen individuellen Fahrplan, der zwar über den von den von den Krankenkassen übernommenen Rahmen hinausgeht, unseren Erfahrungen nach aber optimal für Ihre Gesundheit ist

Laden Sie sich gern hier das Informationsblatt der Bundeszahnärztekammer herunter.

Die Bundeszahnärztekammer rät:  Zahnfleisch regelmäßig kontrollieren lassen

Parodontitis ist eine chronische, entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, jedoch mit Auswirkungen auf den gesamten Organismus. So ist das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, bei Diabetikern im Vergleich zu Nicht-Diabetikern dreimal so hoch. Umgekehrt verschlechtert eine unbehandelte Parodontitis sogar einen Diabetes.

Darauf hat die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November hingewiesen.

Parodontitis ist eine Volkskrankheit, die unbehandelt langfristig zu Zahnverlust führen und ernstzunehmende Gesundheitsfolgen haben kann. Wissenschaftlich belegte Zusammenhänge bestehen vor allem zum Diabetes mellitus und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Parodontal-präventive und therapeutische Maßnahmen haben damit ein großes Potential für die allgemeine Gesundheit.

Gerade Diabetiker sollten deshalb regelmäßig zur Vorsorge- und Kontrolluntersuchung zu uns kommen, damit eine Parodontitis  frühzeitig erkannt und effektiv therapiert werden kann. Eine besonders gute Mundhygiene ist zudem wichtig.

Vereinbaren Sie Ihren Wunschtermin bei uns, ganz einfach online …

Hintergrund

Jeder zweite jüngere Erwachsene (35- bis 44-Jährige; 52 Prozent) in Deutschland ist von einer parodontalen Erkrankung betroffen, fast zwei Drittel der jüngeren Senioren (65-­bis­74-Jährige; 65 Prozent) und neun von zehn älteren Senioren (75- bis 100-Jährige). Quelle: Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V)

Quelle: BZÄK

Durch Erkrankungen des Zahnfleisches gehen heute mehr Zähne verloren als beispielsweise durch Karies! Ein Zahnverlust, verursacht durch Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis), lässt sich bei rechtzeitigem Behandlungsbeginn sehr gut behandeln und vermeiden. Im Rahmen einer individuellen und systematischen Parodontitis-Therapie werden Beläge auch aus schwer zugänglichen Zahnfleischtaschen entfernt und dadurch die Parodontitis zum Stillstand gebracht. Weiterhin ist es wissenschaftlich belegt, dass gesundes Zahnfleisch nicht nur für die Zähne, sondern vielmehr für den gesamten Organismus von großer Bedeutung ist. So wird das Herz- Kreislauf-System positiv beeinflusst und das Herzinfarktrisiko gesenkt. Vergleichbare Zusammenhänge sind auch für den Alterszucker (Diabetes) bekannt.